Boom im Onlinehandel: Verpackungen werden knapper

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen eine enorme Online-Bestellwelle ausgelöst – erstmals wurde allein in Deutschland die Vier-Milliarden-Sendungen-Grenze geknackt. Die Welle an Onlinebestellungen dürfte auch in Zukunft nicht ansatzweise abebben. Mit dem Aufkommen an Artikeln, die versendet werden, steigt natürlich gleichzeitig auch die Menge an Versandverpackungen. Das Problem: Verpackungen werden immer knapper – und damit auch teurer.

Auch Rohstoffpreise steigen

Die Hersteller für Verpackungsmaterial haben alle Hände voll zu tun, doch können Sie die hohe Nachfrage kaum noch adäquat bedienen. Der hohe Bedarf an Verpackungsmaterial, begleitet von geplanten Wartungsarbeiten in den Produktionsstätten in der EU und China, sorgen für Lieferengpässe, die Preissteigerungen zur Folge haben – das berichtet das Magazin Eurotransport und beruft sich auf Branchen-Insiderkreise.

Doch nicht nur Verpackungen selbst sind als Endprodukt von steigenden Preisen betroffen, das Problem beginnt bereits bei den Rohstoffen: Im Februar 2021 lagen die Rohstoffpreise laut dem Verband der Wellpappenindustrie (VDW) auf einem 16,2 Prozent höheren Preisniveau, als noch im Vergleichsmonat im Vorjahr. Mit dem größeren Herstellungsaufkommen steigen für die Produzenten zudem die Instandhaltungs- und Reparaturkosten von Maschinen, sowie auch die Kosten für Betriebsmittel und Energie.

Des Weiteren gibt es auch Engpässe bei Recyclingpapier als Herstellungsmaterial. Dadurch, dass im Zuge der Pandemie immer mehr Kartons bei Privatpersonen und immer weniger bei stationären Geschäften und der Gastronomie landeten, gelangen diese nicht schnell genug in den Wiederverwertungs-Kreislauf zurück – nicht zuletzt auch durch Lockdowns in einzelnen Länder oder durch den Brexit. Allein in Großbritannien verblieben laut Guardian etwa 135 Millionen Kartons in Haushalten oder steckten in Recycling-Depots fest.

Kartons aus Privathaushalten landen erst viel später im Recyclingkreislauf. Hersteller sind alles andere als entspannt – © New Africa – stock.adobe.com

Kunststoffverpackungen: Keine Alternative

Folglich herrscht derzeit auch in den Einkaufsabteilungen für Wellpappeverpackungen großes Warten auf Nachschub. Aufgrund von Lieferzeiten von bis zu acht Wochen können Einkäufer ihren Bedarf nicht zeitnah decken, beschreibt das Branchenportal Euwid die aktuelle Lage. Kunststoffverpackungen taugen derweil kaum als Alternative: Zum einen haben sich auch hier Rohstoffe und damit auch die Verpackungsmaterialien in hohem Maße verteuert,
zum anderen legen Versender als auch Kunden großen Wert auf eine möglichst nachhaltige Verpackung.

Umfragen zufolge sprechen sich zwei von drei Onlineshoppern für umweltverträgliche Verpackungen aus. Dabei bevorzugen sie nicht nur nachhaltiges Material, sondern auch eine Verpackungsgröße, die auch der Größe des Produkts gerecht wird. Wir bei der bergler industrieservices GmbH wollen als Fulfillment-Dienstleister diesen Anforderungen gerecht werden und haben in den letzten zwölf Monaten fast komplett auf Papier und Pappe als Füllmaterial umgestellt – das ist deutlich umweltfreundlicher im Vergleich zu Plastik-Luftpolsterfolie. Auch im Rahmen unserer Bio-Zertifizierung sind nachhaltige Verpackungsvarianten von hoher Relevanz.