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Corona, Shutdown-Exit & Co: Perspektiven für Unternehmen sind jetzt gefragt!

In den nächsten Tagen und Wochen werden in diesem Land Entscheidungen getroffen. Entscheidungen zu der Frage, die aktuell jeden Menschen umtreibt: Wie geht es weiter? Seit den verhängten Ausgangsbeschränkungen und dem wirtschaftliche Shutdown, um die Verbreitung von Covid-19 in Deutschland einzudämmen, ist nichts mehr wie vorher. Die Folgen sind für alle jedoch unmittelbar zu spüren – zwischenmenschlich wie wirtschaftlich. Wann es jedoch zu den erwarteten und dringend nötigen Entscheidungen kommen wird, ist nicht wirklich absehbar. Und ebensowenig ist klar, wie viele Selbstständige mit kleinen und mittelständische Unternehmen diese Situation verkraften können.

Ungewissheit – wie geht es nun weiter?

Sicher mag es sein, dass viele Unternehmen während der Corona-Pandemie (weiterhin) sehr erfolgreich sind, dass sich die Umstände vielleicht sogar zu ihrem Gunsten entwickelt haben oder dass sie ihr Geschäftsmodell an die aktuelle Lage anpassen konnten. Das bekommen wir als Fulfillment-Dienstleister, der unter anderem etliche Onlineshops betreut, tagtäglich mit. Der E-Commerce hat in manchen Bereichen stark zugelegt, in manchen stark verloren oder es muss organisatorisch, z. B. in puncto Versand mit Amazon-FBA umgedacht werden.

Fakt ist allerdings: Ein enormer Teil der Unternehmen in Deutschland steckt in Schwierigkeiten. Die deutsche Wirtschaft steckt in Schwerigkeiten. Es stellt sich für sehr viele von ihnen nicht mehr nur die Frage, ob sie diesen Shutdown verkraften können, sondern, wie lange sie noch finanziell dazu in der Lage sein werden. Es ist ungewiss.

Ungewissheit zieht sich derzeit durch alle Lebensbereiche. „Ist mein Arbeitsplatz noch sicher?“, fragen sich Angestellte. „Wie soll es mit der Betreuung meiner Kinder aussehen?“ und „Wann geht die Schule normal weiter“?, fragen sich Eltern. Nicht zu wissen, wie es weitergeht, ist für viele Menschen in diesem Land eine große Belastung. Doch Ungewissheit herrscht auch in der Wirtschaft. Man spricht sicherlich unzähligen Unternehmerinnen und Unternehmern aus allen erdenklichen Branchen aus der Seele, wenn man sagt, dass im Moment vor allem Planungssicherheit fehlt. Planungssicherheit, die so wichtig für jedes Unternehmen ist, wenn es überleben möchte.

Perspektive und ein Exit mit Augenmaß

Einige Unternehmen können durch Kurzarbeit und Umstrukturierungen noch halbwegs auf Sparflamme arbeiten. Kein Optimalzustand, aber derzeit ist es wohl das beste, das sie aus der Situation machen können. Und dieser Drang, etwas zu tun, steckt in uns allen, die wir selbstständig sind, die Arbeitsplätze in diesem Land schaffen, die endlich (wieder) etwas unternehmen wollen. Wie mag es dann wohl denjenigen in den am stärksten von der Coronakrise betroffenen Branchen ergehen, in denen der Betrieb schlichtweg auf Null zurückgefahren ist? Wo es einfach keine Möglichkeit gibt, „den Laden auf links zu drehen“ und stattdessen etwas anderes zu tun, um das Geschäft aufrechtzuerhalten?

Es ist selbstverständlich richtig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Coronavirus so effektiv wie nur möglich zu verhindern – doch es braucht ebenso Perspektiven für Unternehmer, wie ein Exit vonstatten gehen könnte. Denn wie sollen sie sich auf die nächsten Wochen vorbereiten, wenn sie ihren Betrieb bald wieder hochfahren dürfen – wenn auch mit Einschränkungen? Bleibt der Lockdown noch Wochen und Monate bestehen? Können die Lieferketten aufrechterhalten werden? Schaffe ich es, meine Mitarbeiter noch zu bezahlen? Hat mein Unternehmen überhaupt noch eine Zukunft? Oder werden die Maßnahmen schrittweise gelockert, damit das öffentliche Leben aus dem Stillstand in ein buchstäblich gesundes Maß der Normalität findet?

All diese und noch viele weitere Fragen umtreiben uns Selbstständige jeglicher Unternehmensgröße derzeit. Sicher ist aktuell nur: Die nächsten Wochen werden über eine Menge Existenzen in diesem Land entscheiden. Ob man es Shutdown oder Lockdown nennt: Ein Exit mit Augenmaß und eine Perspektive für die Selbstständigen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Gebot der Stunde. Ansonsten werden wir zusehen müssen, wie – so wie es Die Familienunternehmer in ihrem Video treffend formuliert haben – die deutsche Wirtschaft durch den Shutdown stranguliert wird.