Hyperautomatisierung wird erst dann wertvoll, wenn sie Abläufe beruhigt
Hyperautomatisierung ist eines der zentralen Stichworte für 2026. Für uns bedeutet das nicht, dass man einfach „mehr Roboter“ braucht. Der Unterschied entsteht dort, wo mechanische Komponenten und Software zu einem dynamischen Netzwerk zusammenwachsen.
Wenn Shuttles, Fördertechnik, Robotik und Steuerungssysteme in Echtzeit miteinander kommunizieren, verändert das den Betrieb spürbar. Materialflüsse passen sich automatisch an, Prioritäten lassen sich sauber abbilden, Störungen werden erkannt, bevor sie sich durch den Prozess fressen. Ressourcen verteilen sich dorthin, wo sie gerade die größte Wirkung haben. Das klingt technisch, ist aber im Alltag sehr konkret.
Für unsere Kunden heißt das weniger Nachregeln, weniger Ausnahmen, weniger Abstimmungsaufwand. Stattdessen entsteht Ruhe. Und Ruhe ist in der Logistik kein Luxus. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Wachstum sich kontrolliert anfühlt.
Nachhaltigkeit rückt in den Prozess, weil sie Kosten und Stabilität direkt beeinflusst
Parallel verändert sich die Rolle von Nachhaltigkeit. Sie ist 2026 kein Projekt am Rand, das man „auch noch“ mitläuft. Sie wird zur operativen Steuerungsgröße, weil Energie, Materialeinsatz und Verpackung direkt auf Kosten, Durchsatz und Lieferfähigkeit wirken.
Digitale Zwillinge helfen, Energie- und Ressourcenverbräuche entlang der Lieferkette sichtbar zu machen. Nicht als Reporting, sondern als Entscheidungsgrundlage. Man erkennt, wo Aufwand entsteht, wo Prozesse unnötig Material fressen und wo die Logik im Lager oder beim Verpacken nicht mehr sauber passt.
Aus unserer Sicht liegt hier ein wichtiger Punkt. Nachhaltigkeit funktioniert nicht über einzelne Maßnahmen, sondern über Prozesslogik. Wer sie in Abläufe integriert, reduziert nicht nur Emissionen, sondern gewinnt Stabilität. Weniger Materialverschwendung, weniger Handling, weniger Rückläufer durch beschädigte Ware. Am Ende ist das kein „grünes Thema“, sondern eine Frage von Effizienz und Qualität.
Predictive Planning macht aus Reaktion wieder Steuerung
Ein weiterer Treiber in diesem Jahr ist datenbasierte Vorhersageanalyse. Predictive Planning entwickelt sich vom Spezialwerkzeug zur Kernkompetenz. Künstliche Intelligenz unterstützt dabei, Nachfrage, Auslastung und Risiken frühzeitig zu erkennen.
Der Nutzen zeigt sich dort, wo heute häufig zu spät reagiert wird. Engpässe, die sich erst ankündigen, wenn die Schicht schon im Rückstand ist. Schäden, die erst auffallen, wenn sich Reklamationen häufen. Verzögerungen an Übergabepunkten, die man „irgendwie“ abfängt, weil es im Reporting erst am nächsten Tag sichtbar wird.
Wenn Prognosen präziser werden und Systeme schneller reagieren, entsteht ein neuer Standard. Sie planen nicht mehr rückwärts, sondern voraus. Das entlastet Teams, weil weniger Korrekturschleifen nötig sind. Und es schafft Planungssicherheit, weil Ausnahmen früher sichtbar werden.
Voraussetzung dafür sind robuste IT-Strukturen. Daten müssen nicht nur gesammelt, sondern zuverlässig verfügbar gemacht werden. Schnittstellen müssen stabil laufen, Systeme müssen auch unter Last funktionieren. 2026 ist das keine Kür mehr. Es ist das Fundament.
Transparenz und Datenkompetenz werden zum echten Wettbewerbsvorteil
Mit diesen Entwicklungen wächst die Bedeutung von Transparenz und Datenkompetenz. Logistik in diesem Jahr funktioniert nicht in Silos. IT, Operations, Planung und Nachhaltigkeit greifen enger ineinander. Entscheidungen entstehen weniger aus Bauchgefühl, sondern aus gemeinsam verstandenen Datenlagen.
Das ist auch ein Punkt, den wir bei Bergler in Projekten immer wieder sehen. Technologie bringt erst dann Wirkung, wenn Teams dieselbe Sprache sprechen. Wenn klar ist, was die Daten bedeuten und welche Entscheidungen daraus folgen. Unternehmen, die diese Zusammenarbeit fördern, erhöhen ihre operative Resilienz. Gleichzeitig steigt die Akzeptanz für Veränderungen, weil sie nachvollziehbar werden. Nicht als „Change-Projekt“, sondern als Verbesserung, die man im Alltag spürt.
Was wir daraus ableiten, ist einfach
Logistik in 2026 steht für mehr als neue Technik. Sie steht für einen Wandel in Denkweisen, Prozessen und Zusammenarbeit. Für unsere Kunden übersetzen wir das in ein klares Ziel.
Fulfillment soll so aufgebaut sein, dass Wachstum möglich bleibt, ohne dass intern ständig nachgezogen werden muss.
Das heißt. Vernetzte Prozesse, die sich anpassen, statt zu kippen. Transparenz, die Entscheidungen leichter macht. IT-Strukturen, die nicht wackeln, wenn es eng wird. Und eine operative Logik, die Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als Teil des Systems betrachtet.
Wer Daten intelligent nutzt, Systeme sinnvoll vernetzt und Menschen in diese Entwicklung einbindet, baut Lieferketten auf, die auch unter Druck funktionieren. Wirtschaftlich tragfähig. Operativ stabil. Und so aufgestellt, dass 2026 nicht anstrengender wird, sondern kontrollierbarer.
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