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Sattelzug

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Was ist ein Sattelzug?

Ein Sattelzug, auch Sattelkraftfahrzeug genannt, ist eine spezifische Kombination aus zwei Fahrzeugteilen, die im schweren Güterkraftverkehr eingesetzt wird. Im Gegensatz zu einem klassischen Lastzug besteht er nicht aus einem Lkw mit separatem Anhänger, sondern aus einer zugkräftigen Einheit und einem darauf aufliegenden Transportbehälter.

Die Komponenten: Zugmaschine und Auflieger

Die Besonderheit des Sattelzugs liegt in seiner modularen Bauweise. Er setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen:

  • Sattelzugmaschine (SZM): ein kurzes Fahrgestell, das lediglich das Fahrerhaus, den Motor und die sogenannte Sattelkupplung umfasst. Eine eigene Ladefläche besitzt sie nicht.
  • Der Sattelauflieger (Trailer) verfügt nur über Hinterachsen. Da er über keine Vorderachse verfügt, kann er nicht alleine stehen, sondern stützt sich im vorderen Bereich auf der Sattelkupplung der Zugmaschine ab.

Mechanik der Verbindung

Die Verbindung zwischen beiden Teilen erfolgt über den Königszapfen (Kingpin) am Auflieger, der in die Sattelkupplung der Zugmaschine einrastet. Ein erheblicher Teil des Gewichts des Aufliegers lastet somit direkt auf der Antriebsachse der Zugmaschine. Dies sorgt für eine hohe Traktion und Stabilität während der Fahrt. Beim Abkoppeln des Aufliegers verhindern ausfahrbare Stützwinden im vorderen Bereich des Trailers, dass dieser nach vorne wegkippt.

Logistische Vorteile in der Praxis

Der Einsatz von Sattelzügen bietet Speditionen und Logistikzentren gegenüber herkömmlichen Gliederzügen entscheidende Vorteile:

  • Flexibilität durch Begegnungsverkehr: Eine Zugmaschine kann einen vollen Auflieger am Zielort absetzen und sofort einen bereits beladenen, bereitstehenden Trailer für die Rückfahrt übernehmen. Die Zugmaschine muss also nicht warten, bis die Ware be- oder entladen wurde.
  • Einfaches Rangieren: Da ein Sattelzug nur einen Drehpunkt (die Sattelkupplung) besitzt, lässt er sich deutlich einfacher rückwärts an Rampen oder in enge Ladebuchten steuern als ein Gespann mit mehreren Gelenken.
  • Ladevolumen: Sattelauflieger bieten eine durchgehende Ladefläche ohne Unterbrechung zwischen Motorwagen und Anhänger. Das erleichtert den Transport von sperrigen Gütern oder langen Ladungen erheblich.

Rahmenbedingungen

Ein Standard-Sattelzug mit mehr als 4 Achsen darf in Deutschland in der Regel ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen nicht überschreiten. Die maximale Gesamtlänge des Zuges ist auf 16,50 Meter begrenzt. Die Ladefläche des Aufliegers weist dabei meist eine Standardlänge von 13,60 Metern auf.

Mike Schubert und Raimund Bergler

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