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Ein Sattelzug, auch Sattelkraftfahrzeug genannt, ist eine spezifische Kombination aus zwei Fahrzeugteilen, die im schweren Güterkraftverkehr eingesetzt wird. Im Gegensatz zu einem klassischen Lastzug besteht er nicht aus einem Lkw mit separatem Anhänger, sondern aus einer zugkräftigen Einheit und einem darauf aufliegenden Transportbehälter.
Die Besonderheit des Sattelzugs liegt in seiner modularen Bauweise. Er setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen:
Die Verbindung zwischen beiden Teilen erfolgt über den Königszapfen (Kingpin) am Auflieger, der in die Sattelkupplung der Zugmaschine einrastet. Ein erheblicher Teil des Gewichts des Aufliegers lastet somit direkt auf der Antriebsachse der Zugmaschine. Dies sorgt für eine hohe Traktion und Stabilität während der Fahrt. Beim Abkoppeln des Aufliegers verhindern ausfahrbare Stützwinden im vorderen Bereich des Trailers, dass dieser nach vorne wegkippt.
Der Einsatz von Sattelzügen bietet Speditionen und Logistikzentren gegenüber herkömmlichen Gliederzügen entscheidende Vorteile:
Ein Standard-Sattelzug mit mehr als 4 Achsen darf in Deutschland in der Regel ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen nicht überschreiten. Die maximale Gesamtlänge des Zuges ist auf 16,50 Meter begrenzt. Die Ladefläche des Aufliegers weist dabei meist eine Standardlänge von 13,60 Metern auf.
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