Sie verkaufen. Wir lagern, verpacken und versenden.
Wir freuen uns darauf, mehr über Sie und Ihr Projekt zu erfahren.
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Eine SKU, kurz für Stock Keeping Unit (deutsch: Lagerhaltungseinheit), ist eine interne Kennung, mit der ein Unternehmen eine bestimmte Ausprägung eines Artikels eindeutig identifiziert. Dazu zählen neben dem Produkt selbst auch Merkmale wie Größe, Farbe, Material oder Verpackungseinheit.
Jede Variante erhält eine eigene SKU, auch wenn mehrere Varianten unter derselben Produktbezeichnung oder EAN geführt werden. Ein T-Shirt in drei Farben und vier Größen besteht damit aus zwölf einzelnen SKUs. Im Lager, im Shopsystem und in der Kommissionierung ist die SKU die Referenz, über die jede dieser Varianten eindeutig angesprochen wird.
Die SKU ist die zentrale Referenz für alle Prozesse rund um Lagerhaltung und Warenbewegung. Im Lagerverwaltungssystem wird jeder Artikel über seine SKU geführt, von der Einlagerung über die Bestandsführung bis zur Kommissionierung.
Im E-Commerce verknüpft die SKU zusätzlich mehrere Systeme miteinander: Shop, Warenwirtschaft und Fulfillment-Dienstleister greifen auf dieselbe Kennung zurück. Das verhindert Verwechslungen zwischen ähnlichen Produktvarianten und macht Bestandsabgleiche zwischen den Systemen zuverlässig.
Auch für die Auswertung von Verkaufszahlen ist die SKU relevant. Händler erkennen auf SKU-Ebene, welche Variante eines Produkts sich gut verkauft und welche eher nicht – eine Information, die auf Produktebene allein verloren ginge.
Anders als bei der EAN gibt es für die SKU keinen verbindlichen Standard. Jedes Unternehmen legt sein eigenes Format fest, meist als alphanumerischer Code, der mehrere Produktmerkmale auf einen Blick abbildet.
Ein gängiges Schema kombiniert Kürzel für Kategorie, Produkt, Farbe und Größe, zum Beispiel SH-RUN-BLK-42 für einen schwarzen Laufschuh in Größe 42. Wie fein diese Struktur ausfällt, hängt vom Sortiment ab: Je mehr Varianten ein Artikel hat, desto wichtiger ist ein nachvollziehbares, konsistentes Schema.
Wichtig ist vor allem, dass das gewählte Format über alle Systeme hinweg gleich verwendet wird. Ändert sich die Logik nachträglich, etwa weil neue Kategorien dazukommen, lässt sich das meist nur mit Mehraufwand im Bestand nachziehen.
Die drei Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche Dinge. Die EAN (European Article Number, heute Teil der GTIN-Familie) ist ein weltweit eindeutiger, standardisierter Code, der ein Produkt über Unternehmensgrenzen hinweg identifiziert, etwa an der Supermarktkasse.
Die SKU dagegen ist unternehmensintern und frei definierbar. Zwei Händler können für dasselbe Produkt völlig unterschiedliche SKUs vergeben, während die EAN bei beiden identisch bleibt. Die Artikelnummer schließlich ist meist die interne Bezeichnung aus dem ERP-System und deckt sich in vielen Unternehmen inhaltlich mit der SKU, muss es aber nicht.
Für die Praxis heißt das: Die EAN regelt die Kommunikation nach außen, zum Marktplatz oder zum Lieferanten. Die SKU regelt die Steuerung nach innen, im eigenen Lager und in den eigenen Systemen.
Eine klar aufgebaute SKU-Logik wirkt sich direkt auf die Lagerprozesse aus. Kommissionierende Mitarbeiter finden Artikel schneller, Verwechslungen zwischen ähnlichen Varianten sinken, und Fehlerquellen bei der Bestandsführung werden reduziert.
Darüber hinaus erleichtert eine saubere SKU-Struktur den Abgleich zwischen mehreren Verkaufskanälen. Wer über Online-Shop, Marktplätze und stationären Handel gleichzeitig verkauft, braucht eine Kennung, die in allen angebundenen Systemen gleich funktioniert.
Nicht zuletzt wächst eine gut geplante SKU-Struktur mit dem Sortiment mit. Neue Varianten oder Kategorien lassen sich einordnen, ohne das bestehende System in Frage zu stellen – ein Punkt, der sich spätestens bei steigenden Artikelzahlen auszahlt.
Für uns als Fulfillment-Dienstleister ist die SKU die Schnittstelle zwischen Ihrem Shopsystem und unserem Lager. Jede Bestellung, die bei Ihnen eingeht, wird über die SKU an unser Lagerverwaltungssystem übergeben und dort exakt der richtigen Variante zugeordnet.
Gerade bei Sortimenten mit vielen Varianten zahlt sich eine saubere SKU-Vergabe aus, etwa in der automatisierten Kommissionierung, wo Artikel anhand ihrer SKU direkt angesteuert werden. Übernehmen wir ein neues Sortiment, prüfen wir die bestehende SKU-Struktur daher immer mit und stimmen sie, wenn nötig, gemeinsam mit Ihnen ab.
Sie möchten wissen, wie eine durchdachte SKU-Struktur Ihr Fulfillment vereinfacht? Sprechen Sie uns an – wir schauen uns Ihr Sortiment gemeinsam mit Ihnen an.
Wir freuen uns darauf, mehr über Sie und Ihr Projekt zu erfahren.