X

Kontraktlogistik

Cover Image
a
b
c
d
e
f
g
h
i
j
k
l
m
n
o
p
q
r
s
t
u
v
w
x
y
z

Was ist Kontraktlogistik?

Bei der Kontraktlogistik handelt es sich um eine langfristige, auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen (dem Auftraggeber) und einem Logistikdienstleister. Im Gegensatz zu einfachen Transportaufträgen werden hier komplexe Logistikpakete über einen längeren Zeitraum – meist mehrere Jahre – vertraglich festgelegt.

Das Prinzip der Arbeitsteilung

In der Kontraktlogistik übernimmt der Dienstleister nicht nur das Fahren von A nach B, sondern er integriert sich auch tief in die Wertschöpfungskette des Kunden. Er fungiert als Bindeglied zwischen Produktion und Endabnehmer. Damit diese Partnerschaft funktioniert, wird ein Dienstleistungsvertrag (Kontrakt) geschlossen, der genau definiert, welche Aufgaben der Dienstleister übernimmt und welche Qualitätsstandards (Service Level Agreements) gelten.

Leistungsspektrum: Basis und Zusatz

Die Zusammenarbeit setzt sich in der Regel aus verschiedenen Bausteinen zusammen.

  • Kernleistungen: Hierzu gehören die klassischen Aufgaben wie der Transport der Waren, die fachgerechte Lagerung sowie der Umschlag (das Be- und Entladen).
  • Value Added Services (Mehrwertdienste): In diesem Bereich nimmt der Logistiker dem Kunden echte Arbeit ab. Dazu zählen beispielsweise die Montage von Bauteilen, die Qualitätskontrolle, das Etikettieren von Produkten oder die Abwicklung von Retouren.
  • Informationslogistik: Der Dienstleister steuert in der Regel auch den Datenfluss, überwacht die Bestände im System und sorgt für die Sendungsverfolgung.

Warum entscheiden sich Unternehmen dafür?

Der Hauptgrund für Kontraktlogistik ist die Fokussierung auf das Kerngeschäft. Ein Elektronikhersteller möchte sich beispielsweise auf die Entwicklung und den Bau von Geräten konzentrieren, statt sich um Lagerhallen, Gabelstapler oder Lkw-Flotten zu kümmern. Durch die Auslagerung spart das Unternehmen Investitionskosten für Logistikimmobilien und profitiert gleichzeitig vom Fachwissen und der modernen Technik des Logistikpartners.

Die Kehrseite der Medaille: Bindung und Risiko

Wo viel Vertrauen ist, entsteht auch eine Abhängigkeit. Da der Dienstleister oft spezielles Equipment oder sogar eine eigene Halle für den Kunden bereitstellt, ist ein Wechsel des Partners nicht von heute auf morgen möglich. Beide Seiten gehen ein Risiko ein: Der Dienstleister investiert viel Kapital und der Auftraggeber gibt die direkte Kontrolle über seine Warenströme ab. Eine gute Kontraktlogistik zeichnet sich daher durch eine enge Abstimmung und transparente Kommunikation aus.

Mike Schubert und Raimund Bergler

Sie verkaufen. Wir lagern, verpacken und versenden.

Wir freuen uns darauf, mehr über Sie und Ihr Projekt zu erfahren.